Dr. Peter Grottian

Der Politologe der Praxis

Als die Konflikte, die ihren Ursprung in der Studentenbewegung hatten, noch weitgehend ideologisch geprägt waren, stand der Sozialwissenschaftler Peter Grottian für die Auseinandersetzung mit den pragmatischer orientierten sozialen Bewegungen, die Ende der 1970er Jahre aktiv in Erscheinung traten. An der Freien Universität Berlin war Grottian Mitbegründer und Sprecher des Aktionskomitees gegen Berufsverbote; als Unterstützer von Hausbesetzern wagte er sich aktivistisch in die Stadtpolitik, mit seiner Initiative zur Einrichtung von Frauenprofessuren setzte er inneruniversitär neue Akzente – dabei immer dem Dialog mit dem politischen Gegenüber verpflichtet.

Erlebte Geschichte

Von Anfang an zeichnete die Freie Universität Berlin aus, dass sie von Leidenschaft geprägt war. Der Wille, einen Ort des akademischen Austauschs ohne äußere Bevormundung zu schaffen, prägte die Gründerinnen und Gründer. Das Ringen um den besten Weg zur Realisierung dieses Gedankens war oft nicht einfach, war aber immer auch Ausdruck des Engagements der Personen, die die unterschiedlichen Positionen vertraten. Und so haben diese Menschen die Freie Universität Berlin geprägt, die im Gegenzug auch zu einem wesentlichen Bestandteil ihrer Leben wurde.
Hier erzählen sie ihre Geschichten.